Die Linken haben eben noch Sachthemen und Frauen, die ohne Quotenregelung ihren Weg machen können. Das unterscheidet sie offenbar so sehr von den übrigen Murksbuden, dass gewisse W. sofort protestieren müssen.
Die PDS hatte eine harte Quote - die jetzt eben nicht eingehalten wird. Das hat überhaupt nichts mit der geballten männlichen Kompetenz zu tun, die da jetzt am Start ist, sondern mit den ganzen inoffiziellen Quoten, die jetzt erstmal erfüllt werden. Von den Egos, die in diesem Sammelbecken "ehemals-und-jetzt-endlich-wieder-bedeutsamer" Männer befriedigt werden müssen ganz zu schweigen.
Aber das fällt Typen wie Ihnen, die Frauen "W." nennen müssen, damit wir Ihre Verachtung auch ganz bestimmt mitkriegen, vielleicht gar nicht auf, weil das eigene Ego den Blick auf gesellschaftliche Realitäten versperrt?
Ich möchte Ihnen doch sagen, dass ich Sie wirklich nicht verachte. Im Gegenteil, was ich hier von Ihnen sehe und lese imponiert mir. Mit den Quoten ist es aber ganz anders. Da tauchen für meinen Geschmack zu viele Frauen auf, deren einzige nennenswerte Qualität ihr Frausein ist und scheinbar wirklich glauben, dass mit dem Amt auch der Verstand kommt. Anstatt dass wir alle gemeinsam die unfähigen Männer aus ihren Pfründen verjagen verlangen die organisierten Frauen einfach nur einen gerechten Anteil. Das geht in die Falsche Richtung. Außerdem widerspricht es meinem Demokratieverständnis, wenn mir irgendwer mit einer Quote vorschreibt wen ich wählen darf und wen nicht.
Und meinem Demokratieverständnis widerspricht es, wenn mit jemand durch den vehementen Widerstand gegen Quoten die Chance nimmt unter mehreren Frauen die qualifizierteste auszuwählen, sondern mir mit der Durchsetzung irgendwelcher inoffizieller, intranspararenter Quoten alleine ermöglicht, eine Auswahl zwischen vielen, vielen Männern zu treffen. So schließt sich der Kreis. Aber de facto habe ich weniger Auswahl, wenn ich eine Frau wählen will, als wenn ich einen Mann wählen will. Ganz gleich, welches weitere Kriterium (Qualifikation, Alter, Bildungsstand, Budnesland etc) man wohl sonst noch anlegen könnte.
Natürlich sind Quoten eine Möglichkeit, die Anzahl qualifizierter Frauen zu erhöhen. Dazu muss man nicht mal politisch für Quoten sein, sondern bloß ein bisschen Ahnung von Mathematik haben. Wenn 99 Männer zur Auswahl stehen und 1 Frau ist die Auswahl an qualifizierten Frauen natürlich geringer, als wenn 50 Männer zur Wahl stehen und 50 Frauen.
Ich glaube, Ihr Problem ist, dass Sie Qualifikation rückwärts definieren: Wer sich durchgesetzt hat, ist dementsprechend qualifiziert. Wenn der Umkehrschluss bedeutet, dass wer sich nicht durchsetzt, dementsprechend auch nicht qualifiziert sein kann, ist diese Art der Definition geeignet jede Form der Diskriminierung zu rechtfertigen: Wer sich gegen Diskriminierung nicht durchsetzt, ist es wert diskriminiert zu werden, weil er/sie es nicht geschafft hat, sich gegen die Diskriminierung durchzusetzen. Das ist definitiv undemokratisch.
99 Männer und eine (arme) Frau. Woher kommt denn das Missverhältnis? Es sollen doch alle interessierten = verfügbaren Frauen antreten. Das hat wieder nix mit Quote zu tun, sondern mit Demokratie.
Ob 99, 50 oder eine Frau zur Verfügung stehen, liegt wie gesagt am Angebot (Frauenvorrat ;) und nicht am Statut.
Kandidieren muss dürfen wer will. Die Wahl muss völlig unbeeinflusst ablaufen. Wenn dann 99 Männer und eine Frau gewählt werden, dann ist es Volkes Wille, basta. Umgekehrt natürlich auch.
Ihr Vorwurf, ich würde "Qualifikation" rückwärts definieren, geht bei mir unkommentiert ins Leere, von wo er ja auch gekommen ist.
Sie verwechsel scheinbar Wahl und Qualifikation. Dass dem oft nicht so ist habe ich schon weiter vorne angesprochen. Aber, wie ebenfalls schon gesagt: "Anstatt dass wir alle gemeinsam die unfähigen Männer aus ihren Pfründen verjagen, verlangen die organisierten Frauen einfach nur einen gerechten Anteil."
Was die Diskriminierung betrifft, habe ich den Eindruck, dass Sie Unterschiede diskriminierend empfinden. Dann sind sie natürlich auch undemokratisch.
Was halt wichtig ist.
So ein Blödsinn
Aber das fällt Typen wie Ihnen, die Frauen "W." nennen müssen, damit wir Ihre Verachtung auch ganz bestimmt mitkriegen, vielleicht gar nicht auf, weil das eigene Ego den Blick auf gesellschaftliche Realitäten versperrt?
Quoten
Quotenquatsch
Und wenn es bei Frauen weniger Auswahl als bei Männern gibt, dann liegt das wohl am Angebot und nicht am Statut.
Mathematik und moralische Empörung
Ich glaube, Ihr Problem ist, dass Sie Qualifikation rückwärts definieren: Wer sich durchgesetzt hat, ist dementsprechend qualifiziert. Wenn der Umkehrschluss bedeutet, dass wer sich nicht durchsetzt, dementsprechend auch nicht qualifiziert sein kann, ist diese Art der Definition geeignet jede Form der Diskriminierung zu rechtfertigen: Wer sich gegen Diskriminierung nicht durchsetzt, ist es wert diskriminiert zu werden, weil er/sie es nicht geschafft hat, sich gegen die Diskriminierung durchzusetzen. Das ist definitiv undemokratisch.
Mathematik? Wie wäre es mit Logik?
Ob 99, 50 oder eine Frau zur Verfügung stehen, liegt wie gesagt am Angebot (Frauenvorrat ;) und nicht am Statut.
Kandidieren muss dürfen wer will. Die Wahl muss völlig unbeeinflusst ablaufen. Wenn dann 99 Männer und eine Frau gewählt werden, dann ist es Volkes Wille, basta. Umgekehrt natürlich auch.
Ihr Vorwurf, ich würde "Qualifikation" rückwärts definieren, geht bei mir unkommentiert ins Leere, von wo er ja auch gekommen ist.
Sie verwechsel scheinbar Wahl und Qualifikation. Dass dem oft nicht so ist habe ich schon weiter vorne angesprochen. Aber, wie ebenfalls schon gesagt: "Anstatt dass wir alle gemeinsam die unfähigen Männer aus ihren Pfründen verjagen, verlangen die organisierten Frauen einfach nur einen gerechten Anteil."
Was die Diskriminierung betrifft, habe ich den Eindruck, dass Sie Unterschiede diskriminierend empfinden. Dann sind sie natürlich auch undemokratisch.