So viele Kommentare in einer Nacht zeigt wohl *wie* kontrovers das Thema ist. Also mir wäre es auch lieber, wenn die ganze Hymne umgetextet würde und der Zeit und dem Leben angepasst würde. Aber nachdem alle Volksschulkinder den Text auswendiglernen müssen und wir sie alle immer wieder mal singen müssen finde ich das absolute Minimum die geschlechtssensible Veränderung.
Übrigens gestern hat mir eine ältere Dame, die zu Kriegsende ein Kind war, ihre Version vorgesungen: "Land der Erbsen, Land der Bohnen, ..." und dann kam noch was mit Kartoffelbrot, weil alle so wenig zu essen hatten. Auch keine schlechte Umdichtung um sich auch an andere Zeiten die dieses Land gesehen hat zu erinnern...
Was werden wir nach der Hymne "umtexten", damit es der "Zeit" entspricht bzw. einigen "Emanzen" besser geht.
Nicht, dass man mich falsch versteht, ich bin nicht frauenfeindlich!
Ob die "Umtextung" einer Hymne allerdings die Gleichberechtigung der Frauen voranschreiten lässt darf mehr als bezweifelt werden. Dafür gäbe es andere - ja wichtigere - Ansätze zu verwirklichen!
Die Gleichstellung der Frauen gilt ja schon lange als ein untergeordnetes Ziel, etwas das man angehen kann, wenn der Weltfrieden, das Ende der Umweltzerstörung und die Besiedelung des Mars erreicht sind. Außerdem gibt es innerhalb der Gleichstellungspolitik immer ein wichtigeres Ziel, als das, was gerade angegangen wird: Die Genitalverstümmelung, die Zwangsheirat, Massenvergewaltigungen im Krieg. Je weiter weg, desto besser.
Sprache, und gerade eine so männlich dominierte Sprache wie die deutsche, wird da selten in den Blickpunkt genommen.
Hier in Deutschland hat es ewig gedauert, um ein paar Sachen zu ändern, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein könnten (und mittlerweile auch sind): Es heißt in Ausweisen mittlerweile Inhaber/in. In jährlich wechselndem Rhythmus haben Hochs und Tiefs je männliche und weibliche Vornamen. Beides Kleinigkeiten, aber es einzuführen schien den Untergang des Abendlandes zu bedeuten - es zu haben, baut aber sprachlich induzierte Bilder im Kopf ab.
Viennawolf2 - 29. Sep, 13:17
Ans Volk denken!
Ob man nicht für die Melodie etwas von Anton Webern oder Arnold Schönberg nehmen sollte? Jedes Länderspiel des Nationalteams hätte dann einen volksbildenden Charakter!
Hymne
Übrigens gestern hat mir eine ältere Dame, die zu Kriegsende ein Kind war, ihre Version vorgesungen: "Land der Erbsen, Land der Bohnen, ..." und dann kam noch was mit Kartoffelbrot, weil alle so wenig zu essen hatten. Auch keine schlechte Umdichtung um sich auch an andere Zeiten die dieses Land gesehen hat zu erinnern...
...und was kommt danach?
Was werden wir nach der Hymne "umtexten", damit es der "Zeit" entspricht bzw. einigen "Emanzen" besser geht.
Nicht, dass man mich falsch versteht, ich bin nicht frauenfeindlich!
Ob die "Umtextung" einer Hymne allerdings die Gleichberechtigung der Frauen voranschreiten lässt darf mehr als bezweifelt werden. Dafür gäbe es andere - ja wichtigere - Ansätze zu verwirklichen!
Nebenwiderspruch
Sprache, und gerade eine so männlich dominierte Sprache wie die deutsche, wird da selten in den Blickpunkt genommen.
Hier in Deutschland hat es ewig gedauert, um ein paar Sachen zu ändern, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein könnten (und mittlerweile auch sind): Es heißt in Ausweisen mittlerweile Inhaber/in. In jährlich wechselndem Rhythmus haben Hochs und Tiefs je männliche und weibliche Vornamen. Beides Kleinigkeiten, aber es einzuführen schien den Untergang des Abendlandes zu bedeuten - es zu haben, baut aber sprachlich induzierte Bilder im Kopf ab.
Ans Volk denken!