Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Ihre Verurteilung von Veit-Schalle kann ich mir nicht wirklich erklären orientierte sich doch das Gros der national-sozialistischen Wirtschaftspolitik an keynesianischen Rezepten und am wohlfahrtsstaatlicher Logik. Zu ersterem Punkt empfehle ich Ihnen die Schriften von von Mises und anderen Vertretern der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", zu zweiterem Punkt Götz Alys "Hitlers Volksstaat". Nicht umsonst bemerkte Lord John Maynard Keynes, das seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen am besten in einem totalitären Staat wie dem 3.Reich durchgesetzt werden könnten.
Eine etwas tiefergehende Auseinandersetzung mit dem heutigen wirtschaftspolitischen Mainstream würde auch Ihnen zeigen, daß die Parallelen zu den 30er Jahren erschreckend sind. Die Vorstellung vom Unternehmer als Betriebsführer, schließlich geht ja "Gemeinnutz vor Eigennutz", macht sich auch bei uns wieder breit. Dazu müßte man jedoch den Mut aufbringen, die alle Grundlagen entbehrende Rhetorik vom Neo-Liberalismus zumindest für einen Augenblick beiseite zu schieben und einen sachlich-nüchternen Blick walten zu lassen.
Gerade die Wiener Grünen erweisen sich in ihrem aktuellen Wirtschaftsprogramm als ideologische Vorreiter für eine deutlich nationalere und sozialere Politik, die, sofern ich mich richtig erinnere, gerade einmal für die Produktion von "Kleidern und Fahrrädern" den Markt als zuständig erklärten. Der Rest solle offensichtlich entweder unter der Scheinwahrung von Eigentumsrechten - Stichwort Betriebsführer - oder durch offene Vergesellschaftlichung - Stichwort Stop der Privatisierung - von der Politik festgelegt werden.
Wie dem auch immer sei. Gerade als Jungpolitiker stünde es Ihrem eigenen Überlebensdrang nahe, sich nicht weiter von der "öffentlichen Meinung" einlullen zu lassen, sondern das Heft des Nachdenkens in die eigene Hand zu nehmen. Gerade als deklarierte Linke wundere ich mich ob Ihrer offensichtlich unreflektierten Übernahme von bequemen Scheinwahrheiten wie im konkreten Fall.
Ich würde mich freuen, wenn Sie zumindest ein paar Augenblicke investieren, um über meine zugegeben verkürzte Darstellung zu reflektieren.
Nicht so vorschnell
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Ihre Verurteilung von Veit-Schalle kann ich mir nicht wirklich erklären orientierte sich doch das Gros der national-sozialistischen Wirtschaftspolitik an keynesianischen Rezepten und am wohlfahrtsstaatlicher Logik. Zu ersterem Punkt empfehle ich Ihnen die Schriften von von Mises und anderen Vertretern der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", zu zweiterem Punkt Götz Alys "Hitlers Volksstaat". Nicht umsonst bemerkte Lord John Maynard Keynes, das seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen am besten in einem totalitären Staat wie dem 3.Reich durchgesetzt werden könnten.
Eine etwas tiefergehende Auseinandersetzung mit dem heutigen wirtschaftspolitischen Mainstream würde auch Ihnen zeigen, daß die Parallelen zu den 30er Jahren erschreckend sind. Die Vorstellung vom Unternehmer als Betriebsführer, schließlich geht ja "Gemeinnutz vor Eigennutz", macht sich auch bei uns wieder breit. Dazu müßte man jedoch den Mut aufbringen, die alle Grundlagen entbehrende Rhetorik vom Neo-Liberalismus zumindest für einen Augenblick beiseite zu schieben und einen sachlich-nüchternen Blick walten zu lassen.
Gerade die Wiener Grünen erweisen sich in ihrem aktuellen Wirtschaftsprogramm als ideologische Vorreiter für eine deutlich nationalere und sozialere Politik, die, sofern ich mich richtig erinnere, gerade einmal für die Produktion von "Kleidern und Fahrrädern" den Markt als zuständig erklärten. Der Rest solle offensichtlich entweder unter der Scheinwahrung von Eigentumsrechten - Stichwort Betriebsführer - oder durch offene Vergesellschaftlichung - Stichwort Stop der Privatisierung - von der Politik festgelegt werden.
Wie dem auch immer sei. Gerade als Jungpolitiker stünde es Ihrem eigenen Überlebensdrang nahe, sich nicht weiter von der "öffentlichen Meinung" einlullen zu lassen, sondern das Heft des Nachdenkens in die eigene Hand zu nehmen. Gerade als deklarierte Linke wundere ich mich ob Ihrer offensichtlich unreflektierten Übernahme von bequemen Scheinwahrheiten wie im konkreten Fall.
Ich würde mich freuen, wenn Sie zumindest ein paar Augenblicke investieren, um über meine zugegeben verkürzte Darstellung zu reflektieren.
Ich verbleibe,
hochachtungsvoll
Gregor Hochreiter
Schade - Aber auch im Schweigen liegt eine Aussage