Oh

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Alice Schwarzer war tatsächlich noch nie grünnah. Seit die Grünen sich für die Legalisierung der Prostitution ausgesprochen haben, hat sie Schaum vor'm Mund, wenn es um uns geht. Außerdem verschweigt sie konsequent, was Grüne für Migrantinnen getan haben und tun wollen, aber uns immer vorwirft, wir würden Gewalt gegen Migrantinnen verharmlosen. Wobei sie selber schön CDU-affin "Migrantin" mit "Muslimin" mit "Opfer des Islams" gleichsetzt. Außerdem hält Alice Schwarzer Merkels Biografie schon für ein feministisches Bekenntnis. Da kann ich nur mit Maren Kroymann sprechen: Warum soll ich eine geschiedene, kinderlose, karriereorientierte Kandidatin wählen, deren eigener Lebensentwurf im Programm ihrer Partei gar nicht vorkommt?
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Alice Alice Schwarzer für Merkel. Wahnsinn. Oder vielleicht doch logisch und konsequent?! Also, ich mit 14 fand die Emma gut, das war so ein Printblick auf eine mögliche andere Welt, aber dann doch auch immer "old school". Und jetzt also nach 30 Jahren Frauenbewegung sollen wir Frauen wählen auch wenn sie am anderen Ende des politischen Spektrums stehen? Was ist wichtiger? Merkels Politik oder dass sie eine Frau ist? Wenn wir unsere grüninternen Frauenquoten von 50% und unsere eigenen Argumente dafür (Repräsentation, Rollenvorbilder, Frauen machen andere Politik...) ernst nehmen, müssten dann nicht wirklich alle FeministInnen Merkel wählen?
Ich würds nicht tun. Genauso wie ich im österreichischen Bundespräsidentschaftswahlkampf nicht Ferrero-Waldner gewählt habe, weil mir ihre Chanel-Kostüm Politik zuwider war.
Und jetzt Merkel. Also mit mir nicht. Aber beschämend ist das doch, dass es konservatie Politikerinnen sind, die als erste wirkliche Chancen auf die höchsten Ämter haben.
Katja, wir haben noch viel zu tun!

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